Pflanzen
Tiere

  Lebensraum
Geologie
Quellen
Wasserfälle
Flüsse
Totholz
 

Spuren

Geschichte
Sagen
Kulturdenkmäler

Tourenbuch
Bildergalerie
Begegnungen
Lernen

Nachdenklich

Übersichtskarte

Bild des Monats

 
Löcher im Berg
Schon in uralten Zeiten waren Löcher im Berg, Naturbrücken aus Felsgestein bekannte und oftmals von den Menschen vielbesuchte Formationen. Berge waren damals der Wohnsitz der Urgöttin, und seltsame Formationen und Ausbildungen waren Symbole, deren Sinn oder Botschaft man ergründen wollte. So mancher Kultplatz heißt noch heute "Teufelsbrücke", "Teufelskirche" und weist damit auf alte kultische Funktionen zu Ehren der alten Göttinnen und Götter hin, die aber im Laufe der fortschreitenden Christianisierung "verteufelt" wurden ...
Die Teufelskirche im langen Graben an der Südseite des Sengsengebirges. Eine große Natursteinbrücke mit einem wichtigen Attribut von Kultplätzen aus vorchristlicher Zeit: Einer riesigen Quelle, die aus dem Karst hervorsprudelt.

Ebenfalls eine "Teufelskirche" im Bereich des niederösterreichischen Ötschergebietes. Auch hier liegt die Vermutung nahe, daß es sich um einen alten heidnischen Kultplatz handelt. Die sagenumwobene Landschaft des Ötschers mit dem "Ötscherweibel" läßt diese Vermutung fast zur Gewißheit werden.

Das "Mollner Loch" im Nationalpark Kalkalpen, mitten im Sengsengebirge. Die exponierte Lage ganz oben am Grat läßt die Nutzung als Kultplatz nicht wahrscheinlich sein; bekannt wird sie jedoch bereits den ersten Menschen dieser Region gewesen sein. Schon seit langer Zeit wurde hier Almwirtschaft betrieben, was sogar den Wald seine Grenze um 200 Höhenmeter nach unten verlegen hieß.
Das "Loch im Katzenstein" in der Nachbarschaft des Traunsteines gelegen läßt einen grandiosen Tiefblick auf das moorige Wasser des Laudachsees zu.
Ein Loch durch den massiven Felsstock des oberösterreichischen Sengsengebirges im Bereich des Hohen Nock ist nur von einer einzigen Stelle zu sehen. Dieses Bild hat daher wahrscheinlich einen gewissen Seltenheitswert.
Aber auch kleine, unscheinbare Löcher lassen sich immer wieder im Kalk aufspüren, hier ein nur faustgroßes Loch in einer unbenannten steilen Schlucht im südlichen Sengsengebirge.

 

 
designed by © Norbert Steinwendner, A-4594 Grünburg