| Wer würde schon vermuten, daß die obigen Federn einem Buntspecht gehörten? Aber, wenn man sie angreift, wird die Sache schon klarer: steif und fest sind diese Federn bis in die teilweise doppelte Spitze hinaus. Es sind jene Schwanzfedern, auf die sich die hübschen Kerle stützen, wenn sie senkrecht auf der Baumrinde sitzen |
Unten hingegen sehen wir die Pracht der einzelnen Fllügelfedern, die - in der Ruhe übereinandergelegt - die Streifenmuster am geschlossenen Flügel erzeugen. Beim normalen Flug sind diese Details aber aufgrund der Schnelligkeit des Flügelschlages nicht zu bemerken ...
Die kleine Feder mit den roten Spitzen dürfte aus dem Bereich der Unterschwanzdecken sein - dort befindet sich nämlich ein roter Bereich ..... |
Gefunden wurden diese Federn bei einer sogenannten "Rupfung" - hiermit werden jene Federn bezeichnet, die nach der Erjagung und dem anschließenden Rupfen durch ein Raubtier am Fangort liegenbleiben. Abgebissene Federn weisen auf einen Marder oder einen Fuchs hin, durch einen Raubvogel ausgerissene Federn sind meist ganz und weisen an der Spindel eine Kerbung (vom zupackenden Schnabel) auf.
In diesem speziellen Fall wurden Fuchsfährten und sogar Luchsfährten am Ort des Geschehens gefunden. Wobei der Luchs höchstwahrscheinlich nicht in Frage kommt, sondern eventuell durch den Geruch später angelockt wurde ....
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